Notely

Firmenrechner

Windows lässt Notely nicht starten

Auf einem verwalteten Gerät blockiert Windows unsignierte Programme – teilweise ohne die Möglichkeit, die Warnung wegzuklicken. Oben steht, was du selbst versuchen kannst. Weiter unten steht alles, was deine IT-Abteilung braucht, um zu entscheiden.

Selbsthilfe

Zuerst das hier probieren.

Windows markiert jede heruntergeladene Datei als „aus dem Internet". Genau diese Markierung löst die Warnung aus. Nimmst du sie weg, erscheint die Warnung nicht mehr – das ist keine Umgehung einer Richtlinie, sondern eine Funktion, die Windows im Eigenschaften-Dialog anbietet.

Am einfachsten über winget: winget install Westcon.Notely – der Windows-Paketmanager lädt die Datei selbst herunter, sie trägt deshalb keine Internet-Markierung und SmartScreen fragt gar nicht erst. Klappt das nicht, hilft der Weg darunter.

  1. Rechtsklick auf die Datei

    Im Download-Ordner auf Notely_0.11.0_x64-setup.exe rechtsklicken und Eigenschaften wählen.

  2. Zulassen ankreuzen

    Ganz unten im Reiter Allgemein steht Sicherheit: Die Datei stammt von einem anderen Computer …. Dort Zulassen ankreuzen.

  3. Übernehmen, dann starten

    Auf Übernehmen klicken und den Installer erneut ausführen. Die SmartScreen-Abfrage entfällt.

Mit PowerShell geht es in einer Zeile: Unblock-File "$HOME\Downloads\Notely_0.11.0_x64-setup.exe"

Klappt das nicht, sperrt deine Firma das bewusst – dann entscheidet die IT, nicht du. Schick ihr den Link zu dieser Seite; ab hier steht alles, was sie dafür braucht.

Prüfen statt vertrauen

Ist die Datei echt?

Von jeder veröffentlichten Datei steht die SHA-256-Prüfsumme auf der Versionsseite. Stimmt sie überein, ist die Datei Byte für Byte die, die GitHub Actions gebaut hat.

Vergleichen: Get-FileHash "$HOME\Downloads\Notely_0.11.0_x64-setup.exe" -Algorithm SHA256

Erwartet für 0.11.0:

Für IT-Abteilungen

Was Notely tut – und was nicht.

Notely ist eine lokale Notiz- und Aufgabenanwendung für Windows 11. Hersteller: Westcon. Lizenz: MIT. Der Installer ist derzeit nicht Authenticode-signiert; das ist der einzige Grund für die SmartScreen-Meldung. Wie die Dateien entstehen und wer sie freigibt, steht in der Code-Signing-Richtlinie.

  • Keine AdminrechteNSIS-Installer im Modus currentUser. Schreibt ausschliesslich ins Benutzerprofil, nie nach Program Files, nie nach HKLM.
  • Kein Konto, keine TelemetrieKeine Registrierung, kein Analytics, kein automatischer Upload. Es gibt keinen Server, der Notely gehört.
  • Daten bleiben auf dem GerätSQLite im Benutzerprofil. Eine Sicherung schreibt eine JSON-Datei dorthin, wo der Benutzer sie hinlegt – sonst verlässt nichts den Rechner.
  • Kein Netzwerk aus der OberflächeDie Content-Security-Policy erlaubt dem Webview ausschliesslich ipc:. Jeder ausgehende Aufruf läuft über den Rust-Prozess und ist im Quellcode nachlesbar.
  • QuelloffenMIT-Lizenz, vollständiger Quellcode und Build-Pipeline auf GitHub. Der Installer wird von GitHub Actions gebaut, nicht auf einem privaten Rechner.
  • Updates signiertAutomatische Updates sind mit einem minisign-Schlüssel signiert und werden abgelehnt, wenn die Signatur nicht passt – unabhängig von der fehlenden Authenticode-Signatur.

Netzwerk

Wohin die App verbindet.

Vollständig. Es gibt keine weiteren ausgehenden Verbindungen – nachprüfbar im Quellcode und im Netzwerkmitschnitt.

  • api.anthropic.com
    443 / HTTPS · Nur beim Analysieren einer Notiz. Ohne hinterlegten API-Key wird die Adresse nie kontaktiert.
  • github.com, objects.githubusercontent.com
    443 / HTTPS · Update-Prüfung beim Start. In den Einstellungen abschaltbar.

Die Datenschutz-Entscheidung: Analysiert ein Benutzer eine Notiz, wird deren Text an die Anthropic-API übertragen. Seit 0.11.0 gibt es ausserdem „Notizen fragen“: dort wird zuerst lokal gesucht und anschliessend werden bis zu acht passende Notizen übertragen – mehrere auf einmal, aber nie der ganze Bestand. Beides passiert nur mit hinterlegtem API-Key, nur auf Knopfdruck und nie automatisch im Hintergrund. Ohne Key funktioniert alles ausser diesen beiden Funktionen. Ob das für Ihre Daten zulässig ist, ist eine organisatorische Frage – keine technische.

Ablageorte

Wo etwas geschrieben wird.

Alles im Benutzerprofil. Eine Deinstallation entfernt das Programm; die Daten bleiben liegen und lassen sich per Richtlinie mitentfernen.

Programmdateien
%LOCALAPPDATA%\Notely
Datenbank je Profil
%APPDATA%\Notely\profiles\<profil>\notely.db
Logdatei
%LOCALAPPDATA%\Notely\logs\notely.log
API-Key
Windows Credential Manager, generisches Element „Notely"
Autostart (optional, aus)
HKCU\...\CurrentVersion\Run

Freigabe

Drei Wege, es zu erlauben.

  1. Verteilen statt herunterladen

    Wird der Installer über Intune, SCCM oder eine Freigabe verteilt, trägt er keine Internet-Markierung – die SmartScreen-Abfrage entfällt vollständig. Das ist der sauberste Weg.

  2. AppLocker per Hash

    Eine Hash-Regel funktioniert ohne Signatur. Die SHA-256-Summe jeder Version steht auf der Versionsseite und maschinenlesbar in releases.json.

  3. Herkunft prüfen

    Jede Datei stammt aus einem öffentlichen GitHub-Actions-Lauf auf einem öffentlichen Repository. Build-Protokoll, Quellstand und Prüfsumme sind für jede Version einsehbar.

Fragen, die hier nicht beantwortet sind, gehen am besten als Issue auf GitHub – dann steht die Antwort für die nächste IT-Abteilung gleich mit da.